Prof. Dr. Herbert Daniel
Em. Hochschullehrer
Lebt in Ismaning bei München



Obgleich Herbert Daniel in seinem Leben schon viel geschrieben hat, mehr als mancher Schriftsteller - und gemeint ist nur das, was von renommierten Buch- und Zeitschriftenverlagen publiziert worden ist -, wäre nichts verkehrter, als in ihm einen Schriftsteller oder Dichter zu sehen. Er ist vielmehr das, was manchen Lesern wie der diametrale Gegensatz zu einem irgendwie mit Literatur befassten Menschen erscheint: ein Naturwissenschaftler, und dazu noch einer von der "Hard science" - Sorte, nämlich ein Physiker. So bedient er sich in seinem geschriebenen "Werk" nicht nur der deutschen Sprache, sondern sehr oft der englichen (auf Deutsch u.a. ein vierbändiges Lehrbuch der Physik. "Physik I" bis "Physik IV").
Der Lebenslauf in Kürze: Studium der Physik in Heidelberg, Ames, IA (USA), Genf, Grenoble, Los Alamos, NM (USA), Villigen bei Zürich und München; dort langjähriger ord. Professor für Physik( an der TU München). Und als Liebhaberei, soweit es die Zeit erlaubt, neben Sport eben Literatur, Sprache und Sprachen.

Im Gerhard Hess Verlag erschien:

HERBERT DANIEL

VERDICHTUNGEN

Alte Verse - Neugemacht und neu gedacht

Bad Schussenried 2004
108 S., Paperback
ISBN: 3-87336-057-8

Sonderpreis, nur Versand über Verlag: Euro 3.00

Auszug aus seinem Band (S. 15):

Beziehungskiste

Es sprach das Chlor zum Natrium:
Du kommst mir wieder gar zu dumm!
Erst nimmst du ein Elektron mir,
dann willst du dich verbinden hier!
Da lob´ich mir den Wasserstoff,
bei dem gibt´s überhaupt nicht Zoff.
Man teilt sich halt die Elektronen
Und keine Chance haben Ionen.

Das Kochsalzmolekül, NaCI, wird durch ionische Bindung zusammengehalten: Das Natrium, Na+, ist durch Abgabe eines Elektrons an das Chloratum zustande gekommen, das seinerseits zum Chlorion, CL-, geworden ist. Beim Wasserstoffmolekül H/2, hingegen sind die beiden Elektronen aus den beiden H-Atomen, aus denen das Molekül entstanden ist, " gleichberechtigt" an der ("homöopolaren") Bindung beteiligt.

(Anmerkung des Verlags: Dieses Schreibprogramm lässt die korrekte Wiedergabe der chemischen Zeichen leider nicht zu. Im Buch ist dies selbstverständlich korrekt wiedergegeben.)




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