Rudolf Rädler
Jg. 1925
Heilpraktiker , Flieger , Pflanzenexperte



IM GERHARD HESS VERLAG ERSCHIEN SOEBEN (06.08.2005)

DER ADLER MIT DEN SIEBEN LEBEN

Lebenserinnerungen

Bad Schussenried 2005, 436 S. mit über 200 tls. farbigen Abbildungen, Paperback
ISBN: 3 - 87336 - 346 - 1 Euro 24,80

PRESSETEXT:

Rudolf Rädler, Jg. 1925, ist ein ungewöhnlicher Mensch. Obwohl seine bisherige Lebensspanne schon rein historisch einen Hintergrund bildet, der alle Hoch- und Tiefzeiten eines Volkes und Menschen geradezu wiederspiegelt, hebt sich doch sein Schicksal und Leben auffällig hervor.

Es ist die Komplexität, die sein ungewöhnliches Leben ausmacht. Rudolf Rädler wird als Kind einer eher armen Bauernfamilie in ein kleines, unbedeutendes "Nest" namens Scheffau, im westlichen Allgäu, geboren. Aufgewachsen in einer ländlich, stark konservativ geprägten Struktur, nimmt er über fast schon romantisch anmutende Stationen, wie Hütebub in Diensten einer benachbarten Landwirtschaft, seinen Weg.

Schon früh entdeckt er seine Liebe zur Fliegerei - aber zurückkommend auf seine Zeit als Hütebub, eben auch zur Natur. Beides wird ihn für den Rest des Lebens begleiten und ihn prägen.

Ein Drittes und Viertes kommt hinzu. Rudolf Rädler interessiert sich früh für die Naturheilkunde. So wird er im bürgerlichen Beruf Heilpraktiker. Und man darf sagen, ein überaus erfolgreicher. Ebenso nimmt ihn der Sport gefangen. Er engagiert sich auch hier weit über das übliche Maß hinaus.

Rudolf Rädler ist eine Kämpfernatur. So bleibt es auch nicht aus, dass er bei den Behörden eher kritisch eingeschätzt wird. Wie aber die Behörden, personifiziert durch den örtlichen Bürgermeister, mit ihm verfahren sind , hält er für pures Unrecht.

Deshalb berichtet der Autor in seinem Buch nicht nur über sein mehr als spannendes Leben, sondern auch- und dies sehr dezidiert, über den Umgang mit Behörden- und wie die Behörden mit ihm verfahren sind.




Rede der Lektorin Gisela Regber anlässlich der Buchpräsentation des Titels DER ADLER MIT DEN SIEBEN LEBEN von Rudolf Rädler am 06.08.2005 im Kurhaus Scheidegg.

Sehr geehrter Herr Rädler, lieber Rudolf !

Zu Deinem Geburtstag alle erdenklich guten Wünsche vom Gerhard Hess Verlag, der Deine Lebenserinnerungen unter dem Titel "DER ADLER MIT DEN SIEBEN LEBEN" herausbrachte.
In einem gut 8-wöchigen Arbeitsmarathon musste eine Unmenge von Dokumenten, Materialien, Fotos, Zeitungsveröffentlichungen und fragmentarisch vorgefertigten Texten zu einem Buch von über 400 Seiten ausgewertet, bearbeitet und geschrieben werden.

So konnte sich stellenweise der Druckfehlerteufel einschleichen, da bis zur Drucklegung ständig neue Hinzufügungen nachgereicht wurden.

Wir bitten daher diese Fehler vorerst großzügig zu übersehen, die in einer zweiten, erweiterten Auflage ausgebessert sein werden.

Rudolf Rädlers Leben liest sich wie ein spontaner Roman, mit allen Höhen und Tiefen, die ein solch langes Leben bieten kann.

Spaßig war sein Leben in vielen Abschnitten keinesfalls. Die Härten seiner Kindheit und Jugend, die schrecklichen lebensbedrohenden Erfahrungen im Kriege, die er als 17-jähriger Soldat schon durchstehen musste, machten ihn zu dem durchsetzungsfreudigen, kämpferischen Menschen, der nie aufgab, seine visionären Ideen zum Wohle der Mitmenschen auszuführen.

Stets stand für ihn die Liebe zu den Geschöpfen Gottes im Vordergrund, seien es Menschen, Tiere oder Pflanzen.

Um den Einheimischen und Gästen die wunderschöne Scheidegger Landschaft zu erschließen, schuf er trotz großer Widerstände der Gemeindeverwaltung immer wieder neue Anziehungspunkte zur Erbauung und Erholung.

Auch die von ihm unter hohem körperlichen Einsatz in unzähligen Fronstunden angelegten Kräuterwander- und Abenteuerwege auf alten Schmugglerpfaden, auf denen er jahrzehntelang Urlaubergruppen führte, waren und sind - weit über die Landesgrenzen hinaus - beständige Attraktionen für den Kurort Scheidegg.

Sämtliche Initiativen Rudolf Rädlers waren nicht darauf begründet, Kapital für sich zu erwirtschaften, sondern es ging ihm einzig und allein darum, seinen Mitmenschen Gutes zu tun, was natürlich Neider und Missgünstige auf den Plan rief. So wurde er denn auch zum Bürgermeisterschreck, da er seine Anliegen unnachgiebig durchzusetzen versuchte.

Inzwischen aber können auch seine langjährigen Widersacher nicht mehr leugnen, dass all seine Initiativen uneigennützig waren und sind.

Die Auseinandersetzungen mit den Behörden änderten aber nichts daran, dass Rudolf Rädler ein Menschenfreund blieb.

Wir möchten Dich, lieber Rudolf, ermuntern, nicht aufzugeben, weiterzukämpfen, Dir selbst treu zu bleiben und Deine Herzensangelegenheiten, wie auch die Fliegerei und die Natur mit all ihren Wünschen zu genießen und weiterhin die Freude am Leben aufrechtzuerhalten.

Ich will schließen mit einem Zitat von Andrew Carnegie:

Der Durchschnittsmensch steckt nur ein Viertel seiner Energie und Fähigkeiten in die Arbeit.

Hut ab vor denen, die mehr als die Hälfte geben.

Die Welt steht Kopf vor den wenigen, die alles geben!

Heute (05.09.2005) hat uns die traurige Nachricht erreicht, daß unser Autor Rudolf Rädler am gestrigen Sonntag, genau 4 Wochen nach seindem 80. Geburtstag und dem Tag seiner Buchvorstellung, für Alle überraschend verstorben ist. Wir werden ihn nicht vergessen.



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